Erlebnistherapie im klinischen und betreuerischen Kontext

Kurzbeschreibung
Klinikpersonal und verantwortliche Ärzte verbinden den Begriff „Erlebnistherapie“ oft, automatisch mit spektakulären und sowohl finanziell als auch verwalterisch aufwendigen Aktionen, wie Klettern, Paddeln oder Abenteuerfreizeiten. Erlebnistherapie ist jedoch sehr viel mehr als dies. Erlebnistherapie ist ein handlungs- und selbsterfahrungsorientierter Ansatz, bei dem der Gruppenprozess, die natürliche Umgebung, die verschiedenen Handlungsformen unter Beachtung der krankheitsbedingten Kompensationen und Defizite so zusammen wirken, dass sie dem Einzelnen sowohl individuelles als auch ganzheitliches Erleben ermöglichen.
Wir arbeiten mit Medien, die weder teure Ausrüstung, noch spezialisierte Ausbildungen oder immense Vorbereitungszeit benötigen. Als Trainer für handlungsorientiertes, Ich-erfahrendes Lernen konzentrieren wir uns dabei nicht auf den medizinischen, sondern auf den kompensatorischen Anteil der jeweiligen psychiatrischen Erkrankung. Grundanspruch dieser Arbeit ist das gezielte Training sozialer Kompetenzen (Kommunikations- und Kooperationsvermögen, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Interaktion und Reflexion) und das Erlernen entsprechender Handlungsstrategien, außerhalb des alltäglichen therapeutischen Settings.

Inhalt:
  • Was ist Erlebnistherapie?
  • Chancen und Grenzen im klinischen Kontext
  • Was ist erlebendes, handlungsorientiertes Lernen?
  • Abenteueraktionen vor und hinter der Kliniktür
  • Erlebnistherapie ist bezahlbar
  • gruppendynamische Prozesse fördern und als Chance begreifen
  • Erlebnistherapie hautnah
  • Organisation erlebnistherapeutischer Sequenzen
  • der Transfer in den Klinikalltag

Sonstiges:
Das Seminar wird ermöglichen, das Erlernte sofort (!!!) in der Klinik umzusetzen. Alle Sequenzen sind darauf ausgerichtet, dem Klinikpersonal „Handwerkszeug“ zu vermitteln, mit dem es täglich arbeiten kann.